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In diesem kurzen Glossar werden die wichtigsten Begriffe rund um das CMS erklärt... Was muss ich beim Reservieren von Domainnamen beachten? Wie schreibe ich gute Texte?
 

Suchmaschinen-Spam

Unerwünschte Reklame, Email-Spam, ist die Plage des Internets. Die Kosten, die durch den Datenmüll verursacht werden, gehen in die Milliarden. Dabei ist der Verdienst der Spam-Versender, gemessen am Schaden, minimal.

Genauso gut könnte man frisch aufgefüllte Kaugummi-Automaten zerstören, um an einen einzigen Cent zu gelangen. Das Verschicken von Spams ist aber weniger riskabel und durch die Internettechnik können so viele Spams versendet werden, dass sämtliche Kaugummi-Automaten der Welt nicht mehr ausreichten. Und da gibt es immer ein zwar mikroskopisch geringes, aber immerhin befindliches Potential an Idioten, die auf Spam-Links klicken und sich womöglich auch noch ein Sexpielzeug oder Viagra bestellen oder eine Poker-Seite besuchen, um virtuell zu spielen und echt abgezockt zu werden.

Wie hoch der Idioten-Anteil der Empfänger ist, darüber gibt es nur wage Schätzungen. Sehr gering, das steht fest. Die durch Spam verursachten Schäden sind aber riesig. Denn die Masse macht's. Auch philosophisch oder altruistisch betrachten, gehört der Spammer zur untersten Kaste. Er nimmt billigend in Kauf, dass für einen kleinen eigenen Vorteil andere große Schäden davontragen.

Vom Mail-Müll zum Suchmaschinen-Spamming
Nicht nur unser elektronisches Postfach wird gespammt, auch die Suche mit Suchmaschinen wird immer unerfreulicher. Im Bestreben, möglichst viele Besucher auf die eigene Website zu locken, werden faule Tricks verwendet. Mit unseriösen Methoden (siehe Info "Spam-Techniken", rechts) wird ein SEO (Search Engine Optimizing) durch findige Geschäftemacher betrieben, bei dem völlig wertlosen Seiten ein besseres Ranking verschafft wird. So werden Inhalte vorgetäuscht, die in Wahrheit gar nicht vorhanden sind. Je nachdem, wieviel Energie und Ressourcen ein Spammer hineinsteckt, kann er durch dieses "Spamdexing" in den Suchergebnissen für bestimmte Begriffe weit oben gelistet werden - dort, wo die Suchenden noch neugierig klicken...

Auch hier sind die Profite relativ gering, denn nach ein paar Spamseiten haben viele gelernt, den Müll sofort zu erkennen, und von dort aus gar nicht mehr weiter zu klicken. Und so sollte es jeder machen, denn im Weiterklicken steckt der Profit. Wie sich das rechnet? Ähnlich, wie im E-Mail-Spamming: Ein paar Deppen gibt's immer. Die Klicks dieser vereinzelten Deppen machen es rentabel, Millionen von anderen Suchenden zur Verzweiflung zu bringen.

Trotz raffinierter Algorithmen: Google hat's auch erwischt
Auch die größte Suchmaschine Google leidet unter diesem Phänomen. Die Suche z. B. nach einem passenden Treiber für ein bestimmtes Gerät kann auch bei Google zu einer Art Spießrutenlaufen durch Ergebnisseiten führen, die alles enthalten - nur nicht den gesuchten Treiber!

Die Suchmaschinen reagieren natürlich darauf, aber die Spammer sind immer einen Schritt voraus. Leidtragende sind diejenigen, um die es eigentlich geht: Der Anbieter und der Suchende. Durch das Spamming wird der Sinn der Suche ausgehebelt, nämlich dass der Suchende denjenigen findet, der das anbietet, was gesucht wird. Ob das eine Übernachtung oder ein Produkt, eine Flugreise oder ein Informationstext ist, sobald der Suchbegriff auch nur im Entferntesten etwas enthält, das verkäuflich ist, da wuchert der Datenmüll.

Was kann man gegen Suchmaschinen-Spam tun?

Anders als beim E-Mail-Spam kann der Einzelne beim Suchmaschinen-Spam etwas effektiver gegen Spam-Betreiber vorgehen. Google und Yahoo haben eigene Spam-Bekämpfer, bei denen man eine Spam-Seite anmelden kann:

Google Spam-Report
Deutsch: google.de/webmasters/spamreport.html
Englisch: www.google.com/contact/spamreport.html

Yahoo Spam-Report
Deutsch: add.yahoo.com/fast/help/de/help/cgi_bug
Englisch: add.yahoo.com/fast/help/us/ysearch/cgi_reportsearchspam

Die anderen Suchmaschinen wie Alltheweb, Altavista oder Lycos verwenden Yahoos Spam-Index. Andere Anbieter wie MSN oder Web.de hatten zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels (Mai 2006) keine einfache Möglichkeit, Website-Spam zu melden.

Verwandtes Thema:
Wie millionen von Domains registriert und gleich wieder abgestoßen werden, um ein paar Cent abzuzocken: Domain-Kiting

Spam-Techniken


Cloaking: Der Webserver unterscheidet die Indexierungsprogramme von Suchmaschinen von normalen Website-Besuchern und generiert andere Inhalte, die den Besuchern niemals angezeigt werden. Statt dessen kommt Reklame.

Cybersquatting: Anwendung von eingesessenen Domain-Namen, die absichtlich einen kleinen Rechtschreibfehler enthalten, z. B. goggle.com, um die Besucher abzufangen, die Tippfehler beim Schreiben der Internetadresse machen.

Doorway pages: Webseiten, die einen bestimmten Suchbegriff oft enthalten, dann aber zu einer anderen Website weiterleiten.

Text verstecken: "Unsichtbarer" Text z. B. grauer Text auf grauem Hintergrund, in dem massenweise Suchbegriffe untergebracht werden. Das gilt auch für Text, der in einer so kleinen Schriftgröße formatiret ist, dass er von Menschen nicht mehr gelesen werden kann. Der Text enthält keine Information, sondern ist nur eine wertlose Ansammlung von Suchbegriffen.

Serverparks: Viele Domains, viele Webseiten, viele Links mit identischem oder sehr ähnlichem Inhalt.

Unter falscher Flagge: Webseiten, die bei Verzeichnissen und Suchmaschinen in unzutreffenden Kategorien angemeldet wurden. Keywords im Titel oder in den Meta-Tags der Webseiten, die nichts mit dem Inhalt der Webseite zu tun haben.

Weitere Informationen

FAQ: Was ist bei der Suchmaschinenoptimierung zu beachten?

Web Marketing und SEO mit Redaktion.biz

Blog des Google-Spam-Bekämpfers Matt Cutts

Spamfan.de - Humorvoll gehaltene Website rund um Spams mit vielen Beispielen und nützlichen Informationen

Wikipedia: SPAM

Wikipedia: Suchmaschinen-Spamming